Christian Wulff - Wenn im Lernprozess weniger Lernen als Prozess steckt
Aus dem Fernsehinterview vom 04.01.2012:
“…Ich musste ja auch ein Lernprozess machen, ich bin vom Ministerpräsidenten zum Bundespräsidenten sehr schnell gekommen, ohne Karenzzeit, ohne Vorbereitungszeit, das ging sehr schnell. …“
Ja vorher sah das dann wohl eher so aus:
Der Lernprozess geht weiter:
“….ich habe in der Erklärung vor Weihnachten mich ausdrücklich zum Recht der Presse und Meinungsfreiheit bekannt und halte das für mein eigenes Amtsverständnis nicht Vereinbar, denn ich will natürlich besonnen, objektiv, neutral mit Distanz als Bundespräsident agieren... ...und habe mich offenkundig in dem Moment als Opfer gesehen, als Denjenigen der Bringschuld hat gegenüber der Öffentlichkeit Transparenz herzustellen und auch berechtigte Fragen zu beantworten….”
Christian Wulff ist seit jeher ein Mensch der sich überwiegend in der Öffentlichkeit bewegt und ebenso gern präsentiert.Seit 1994 ist er Vorsitzender der CDU in Niedersachen, seit 2003 Ministerpräsident und seit 2010 Bundespräsident. Man kann sehr wohl davon sprechen, das Wulff weiß wie man sich in der Öffentlichkeit verhält und welches Verhalten zu welchem Ergebnis führt und das ebenso mit “Skandalen”.
2008 verbrannte er sich bei einer Talkshow mit Friedmann den Mund und bezeichnete die Kritik an zu hohen Managergehältern mit einer “Pogromstimmung”. Prompt bekam er einen vor den Latz vom Zentralrat der Juden.
2009 ist er sich nicht des niedersächsischem Ministergesetzes bewusst und lässt seine Familie beim Flug in den Urlaub von Air Berlin in die Businessklasse hochstufen, als Geschenk quasi. Das nun Air Berlin von 2005 bis 2009 die Sommerfeste der niedersächsischen Landesvertretung in Berlin jeweils mit 7500 Euro sponserte, hat keinen Zusammenhang, befand zumindest die Staatsanwaltschaft Hannover.
Sensibler wird es dann schon am 3. Juni.2010 mit der Bekanntgabe zur Kandidatur als Bundespräsident. Hier schaut man sich die Person Wulff dann schon näher an und zeigt auf in welchen Vereinen er sowohl Mitglied ist, als sich auch engagiert.
Der Lernprozess geht immer noch weiter:
Eitelkeit versus Öffentlichkeit. Sich der Öffentlichkeit darzustellen ist er nicht müde und hier wird er auch gern Privat.
“….Das ist dann eben auch der Preis der Popularität, der Bekanntheit, der Öffentlichkeit das man Dinge offenbaren muss, wo viele andere sagen würden, das würd ich doch niemals offenbaren. Ich möchte doch niemals das das über meine Stiefschwestern, Kinder Verwandten Geschichten in der Zeitung stehen” Quelle: spiegel
Wie gehts nun weiter Herr Wulff. Was erwartet uns bei deinen Lernprozessen denn noch?








